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Gegen Hannover muss Lemgo mit 31:23 den Platz räumen.

Den ersten Auswärtssieg wird sich der TBV Lemgo Lippe woanders holen müssen - das war an diesem Mittwochabend früh klar. Bei den Recken der TSV Hannover-Burgdorf laufen die Lipper bereits früh dem Geschehen hinterher und unterliegen am Ende mit 31:23 (16:12). Einziger Lichtblick auf Lemgoer Seite: TBV-Torschützenkönig Bjarki Már Elísson markierte mit seinem achten Treffer sein 100. Saisontor, bis zum erlösenden Ende traf der Isländer gar zehn Mal ins Schwarze und war damit bester TBV-Schütze. "Von allem fehlte uns heute ein bisschen, um hier etwas mitnehmen zu können. Wir müssen aber die Kirche im Dorf lassen, das ist für uns heute kein Beinbruch", zeigte sich TBV-Trainer Florian Kehrmann nach Spielende am Sky-Mikro versöhnlich.

Die ersten Minuten verlief das Spiel in der ZAG-Arena laut TBV-Spielbericht zunächst pari. Schließlich war es der Gastgeber durch ein Doppelpack von Ivan Martinovic, der die Recken erstmals nach knapp zehn Minuten mit zwei Toren in Front brachte (4:6). Der TBV musste viel Aufwand betreiben, um sich aus dem Positionsspiel gegen die vorgezogene 6:0-Deckung der Niedersachsen gute Chancen zu erarbeiten. Mit TBV-Kapitän Andre Kogut, Dani Baijens und Andreas Cederholm in der Anfangssieben setzte Florian Kehrmann auf ein wendiges Rückraumspiel, um Lücken zu reißen. Kehrmann: "Wir haben nur die ersten 15 Minuten gut im Angriff gespielt und das Spiel ausgeglichen gestalten können." Doch weil dem TBV offensiv ein, zwei technische Fehler zu viel unterliefen, konnten die Recken bis zur ersten Lemgoer Auszeit nach 17 Minuten auf vier Tore davonziehen. Ein weiteres Manko: Zu selten kam der TBV rechtzeitig in die Rückwärtsbewegung. Die Folge waren einfache Tore der Niedersachsen.

Nach der Hereinnahme von Christoph Theuerkauf und Frederik Simak verpassten die Lipper zunächst den Anschluss, es fehlte schlichtweg auch das Quäntchen Glück im Abschluss. So traf beispielsweise Cederholm in Minute 20 nur den Pfosten, Theuerkauf wenige Zeigerumdrehungen später nur das Fangnetz. Obwohl TSV-Keeper Domenico Ebner erst nach 26 Minuten erstmals die Hand an den Ball bekam, konnten die Recken ihre Führung auf fünf Tore ausbauen. Im Gegenzug tankte sich Theuerkauf erneut am Kreis durch und verkürzte auf 11:15. Einen Aufbaufehler nutzte Bjarki Már Elísson mit seinem vierten Treffer zum 12:15. Dennoch hatte der TBV nach den ersten 30 Minuten vier Tore aufzuholen.

Mit einer 5:1-Deckung und Lukas Zerbe kam der TBV aus der Kabine. Diesmal blieb der Überraschungseffekt allerdings aus. Bis zur 35. Minute hatten sich die Gastgeber auf sieben Tore abgesetzt. Nach der Auszeit ließ Kehrmann im Angriff in Überzahl spielen und forderte, "mit Überzeugung aufs Tor zu gehen und Geduld zu haben". Auch diese Maßnahme zeigte zunächst keine Wirkung. Im Gegenteil: Die Recken stellten auf plus neun. Zerbe war es schließlich, der den inzwischen neun torlosen TBV-Minuten in der 40. Minute ein Ende setzte. Der an diesem Abend kaltschnäuzige Elísson legte zum 15:22 nach. An dem Isländer lag es jedenfalls nicht, dass der TBV an diesem Abend ein gutes Stück vom Leistungsmaximum entfernt war. Eine Viertelstunde vor dem Schluss hatte sich Hannover bereits mit zehn Toren distanziert - und dieses bequeme Polster ließ sich der Gastgeber bis zum Ende nicht mehr nehmen. Am Ende hatte der TBV mit acht Toren deutlich das Nachsehen.

Nach dem Weihnachtsfest, am 27. Dezember, gastieren die Berliner Füchse in der Phoenix Contact-Arena. Anwurf ist um 17 Uhr. Dann kann sich der TBV schon wieder von seiner besseren Seite zeigen.

TBV Lemgo Lippe: Johannesson, van den Beucken; Elísson (10/2), Kogut, I. Guardiola, Simak (2), Theuerkauf (1), Schagen (1), Timm (1), Hangstein, Zerbe (1), G. Guardiola, Cederholm (3), Baijens (4)

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