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Die Lemgoer Handballer setzen sich im Geisterspiel mit 31:23 gegen den TuSEM Essen durch.

Trotz der schmerzlich fehlenden Kulisse in der Phoenix Contact-Arena hat der TBV Lemgo Lippe seine Heimserie weiter ausbauen können: Mit einem letztlich ungefährdeten 31:23 (15:12)-Sieg über Aufsteiger TuSEM Essen klettern die Lipper vorerst auf den dritten Tabellenplatz. Der TBV, angepeitscht von rhythmischen Trommelschlägen des Geschäftsstellenpersonals, und die Gäste aus Essen lieferten sich in den ersten Minuten der Partie zunächst einen offenen Schlagabtausch mit jeweils offensiv verteidigenden Deckungsreihen, in dem der TuSEM nach einem Tempogegenstoß in der 9. Spielminute mit 5:4 sogar in Führung ging.

Der erste von insgesamt sieben Treffern von Bjarki Már Elísson sollte der Auftakt einer starken Phase der Hausherren sein: Mit einem verwandelten Siebenmeter des Isländers und einem von Isaias Guardiola gekrönten Tempogegenstoß nach Steal von Jonathan Carlsbogård stellte der TBV die Führung zunächst wieder her (7:5). Angetrieben von einem nun glänzend aufgelegten Peter Johannesson (insgesamt 13 Paraden) zeigte sich der TBV vor dem Gebälk von Lukas Diedrich fortan treffsicher, spielte sich in einen kleinen Rausch – auch begünstigt durch Offensivfouls des Aufsteigers: Treffer von Bobby Schagen, Marcel Timm, Tim Suton und Elísson bedeuteten die erste Fünf-Tore-Führung (12:7, 20.). In der Folge hielten die Lemgoer den Gast trotz zwischenzeitlicher Unterzahl auf Distanz. Quasi mit der Schlusssirene brachte TuSEM-Kapitän Jonas Ellwanger seine Mannschaft in Unterzahl wieder auf drei Tore heran (12:15).

Nach Wiederbeginn setzte sich der TBV schließlich sukzessive ab. Nachdem Bjarki Már Elísson die Führung wiederhergestellt hatte, gab Andreas Cederholm nach überstandenen Oberschenkelproblemen sein Comeback und fügte sich gleich mit einem eigenen Treffer (17:13) sowie zwei Assists für Timm und Gedeón Guardiola perfekt ein. In der Zwischenzeit hatte Johannesson gleich zweimal stark pariert, sodass der TBV nach neun Minuten mit sieben Toren in Führung lag. Wer nun der Annahme war, dass die Gäste sich ihrem Schicksal ergeben würden, lag falsch. Die Mannschaft von Jamal Naji kämpfte sich nach genommener Auszeit wieder auf vier Tore heran (20:16, 42.). Doch näher als auf vier Tore sollte der TuSEM an diesem Tag nicht mehr herankommen.

Denn nach der Auszeit von Florian Kehrmann fand der TBV zurück in den Rhythmus: Ein Dreierpack von TBV-Rechtsaußen Bobby Schagen, Suton und Elísson zum 27:19 stellte die Weichen frühzeitig auf Heimsieg Nummer drei. In den Schlussminuten wusste der TBV die nun teils überhasteten Angriffsversuche der Essener bereits im Keim zu ersticken. Die Folge: Alexander Reimann mit seinem ersten Saisontor und Tim Suton erhöhten zwei Minuten vor dem Ende auf 30:22. In den Schlussminuten wusste der TBV die nun teils überhasteten Angriffsversuche der Essener bereits im Keim zu ersticken. Alexander Reimann mit seinem ersten Saisontor und Suton erhöhten zwei Minuten vor dem Ende auf 30:22.

Bemerkenswert war an diesem Abend laut TBV-Spielbericht aber ebenso die Moral des Aufsteigers, der trotz des hohen Rückstands jeden eigenen Treffer weiter bejubelte – ehe Jonathan Carlsbogård mit der Schlusssirene zum letztlich ungefährdeten 31:23- Endstand traf und der TBV Lemgo Lippe den saisonübergreifend achten Heimsieg in Folge bejubeln konnte.

Entsprechend glücklich zeigte sich auch TBV-Trainer Florian Kehrmann nach der Partie auf der Pressekonferenz: „Die schwierigen Voraussetzungen haben wir heute im Kopf gut gemeistert. Wir wussten, dass Essen nach dem Sieg über Balingen in der Liga angekommen war und entsprechend selbstbewusst agieren würde. Dennoch hatten wir zu jeder Zeit Kontrolle übers Spiel. Wichtig war, dass wir nach der Halbzeitpause direkt gut reingekommen sind. Daran hatte auch Johannesson heute großen Anteil. Dass sich bei einer so jungen Mannschaft wie Essen zum Ende hin die Fehler häufen, ist normal. Deswegen fällt das Ergebnis am Ende vielleicht um zwei, drei Tore zu hoch aus.“

TuSEM-Trainer Jamal Naji: „Glückwunsch nach Lemgo. Der Sieg ist absolut verdient, auch wenn das Ergebnis nach meinem Empfinden etwas zu hoch ausfällt. Die größte Stärke Lemgos, das schnelle Umschaltspiel, haben wir 45 Minuten lang ganz gut verteidigt. Aber man hat gesehen, dass Lemgo heute die reifere Mannschaft war und eine sehr gute Abwehr gestellt hat. Hinzu kam, dass wir heute zu viele Würfe vergeben haben.“

TBV Lemgo Lippe: Johannesson; Elísson (7), Kogut (1), I. Guardiola (2), Carlsbogård (4), Schagen (4), Timm (2), Suton (4), Zerbe, G. Guardiola (3), Cederholm (2), Reimann (1), Baijens (1)

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