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Der Spielplan für den Auftakt steht, die Rahmenbedingungen noch nicht. Aber volle Hallen wird es in dieser Spielzeit wohl nicht geben.

Die Handball-Bundesliga hat heute den Spielplan der Saison 20/21 bekanntgegeben. Saisonstart ist am 1. Oktober 2020, letzter Spieltag der 27. Juni 2021. Die ersten acht Spieltermine sind bereits fixiert, die zeitgenauen Ansetzungen der späteren Partien werden in den nächsten Wochen folgen. Den TBV erwarten in der ersten Woche drei Spiele, zwei davon innerhalb von 48 Stunden.

Der Startschuss fällt mit einem Heimspiel am Donnerstag, den 1. Oktober um 19 Uhr gegen Aufsteiger HSC 2000 Coburg. In diesem Punkt gibt es jetzt Klarheit, unklar ist jedoch immer noch, ob bzw. wie viele Zuschauer diese Begegnung live in der Phoenix Contact-Arena miterleben können. Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW sind Sportveranstaltungen nach wie vor mit nur 300 Zuschauern zulässig, ganz gleich, ob sie in kleinen Sporthallen oder großen Arenen stattfinden. Diese Regelung gilt bis zum 15. September, wie sich die Situation danach, also zum Saisonstart im Oktober, darstellt, ist laut einer Pressemittielung des TBV noch ungewiss.

Als einziges Bundesland mache NRW zudem Unterschiede zwischen Sport- und anderen Indoor-Veranstaltungen, bei denen bis zu 1000 Zuschauer gestattet sind, mit Genehmigung des Gesundheitsministeriums sogar noch mehr. Die Situation sei für die Verantwortlichen beim TBV und auch für die TBV-Anhänger mehr als unbefriedigend, zumal umfangreiche Konzepte für verschiedene Auslastungsstufen ausgearbeitet und mit den lokalen Behörden besprochen seien, um den Zuschauern den größtmöglichen Infektionsschutz beim Besuch eines TBV-Heimspiels zu bieten.

Verein befürchtet finanzielle Einbußen

„Aufgrund dieser ungeklärten Situation ist es aktuell noch nicht möglich, konkrete Aussagen dazu zu machen, wie viele Zuschauer zu den ersten Heimspielen kommen können“, stellen die beiden TBV-Geschäftsführer Jörg Zereike und Ulrich Kaltenborn mit großem Bedauern fest. „Wir arbeiten seit Wochen an den Konzepten und übererfüllen mit unseren Maßnahmen zu weiten Teilen sogar die behördlichen Vorgaben. Nichts wäre uns im Sinne unserer Fans lieber, als so schnell wie möglich Klarheit zu haben und entsprechend informieren zu können, ganz abgesehen davon, dass diese Ungleichbehandlung und die damit verbundenen Einschränkungen für uns erhebliche finanzielle Einbußen bedeuten.“

Eine Meinung, der sich auch Frank Bohmann, Geschäftsführer der Liqui Moly HBL anschließt. "Wir benötigen dringend verlässliche Rahmenbedingungen. Die müssen nun einmal von der Politik vorgegeben werden. Dafür ist es jetzt höchste Zeit. Wir werden den Dialog mit der Politik intensiv fortsetzen, um unsere inzwischen wirklich prekäre Lage zu verdeutlichen", kündigte er gestern nach der Absage von Testevents in Düsseldorf an. Genau wie die Liga suchen auch die TBV-Geschäftsführer Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern, um die Lage aus Sicht des Vereins zu schildern und die von Bohmann geforderten verlässlichen Rahmenbedingungen zu erreichen.

Bis Entscheidungen getroffen sind, ist noch etwas Geduld gefragt. „Es ist unser oberstes Ziel, so viele Zuschauer wie unter den derzeitigen Bedingungen möglich in der Halle zu begrüßen und gleichzeitig die Ansteckungsgefahr auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Momentan aber hängen wir leider noch in der Luft und es tut uns für unsere Sponsoren, Partner und Fans sehr leid, dass wir derzeit noch keine verbindlichen Aussagen zur Zuschauersituation bei unseren ersten Spielen machen können“, so Zereike und Kaltenborn. „Aktuell bleibt uns nichts anderes übrig, als um Geduld und Verständnis zu bitten. Sobald wir neue Erkenntnisse haben, werden wir unsere Dauerkartenbesitzer, Partner und Fans umgehend informieren.“

Der Spielplan steht bereits online.