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Der Jahresüberschuss beträgt für die Stadtwerke Lemgo 471.000 Euro für das Jahr 2020.  

Die Stadtwerke Lemgo blicken auf ein gutes Geschäftsjahr 2020 zurück: Sie begegneten den Herausforderungen der Corona-Pandemie mit der Ausweitung des digitalen Kundenservices und stellten die Versorgung mit Energie und Trinkwasser jederzeit sicher. Zudem prägten Millionen-Investitionen in die Strom-, Trinkwasser- und Fernwärmenetze sowie die Förderzusage für ein innovatives Kraft-Wärme-Kopplungs-System dieses besondere Jahr. Und trotz der pandemiebedingten Teilschließungen im Eau-Le Freizeitbad · AquaSports · Saunaland und Fahrgastrückgängen im STADTBUS konnten die Stadtwerke insgesamt ein Plus von 471.000 Euro erzielen.

Die klimaschonende Eigenerzeugung von Strom und Fernwärme ist weiterhin das starke Zugpferd im Kerngeschäft der Stadtwerke: Im Strombereich überzeugten sie nicht nur in Lemgo neue Kund*innen von ihrer Energie. „Auch außerhalb der Alten Hansestadt konnten wir vor allem Unternehmen von unseren Leistungen überzeugen“, freut sich Vertriebsleiter Matthias Sasse. „Diese Entwicklungen wirkten sich positiv auf unser Spartenergebnis aus.“ In der Eigenerzeugung schmälerte allerdings der Wegfall staatlicher Förderungen für einige Lemgoer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und der gesetzlich geforderte Zukauf von CO2-Zertifikaten das Ergebnis.

Im Gasbereich entschieden sich ebenfalls externe Neukunden für die sichere und zuverlässige Belieferung aus Lemgo. Dennoch sorgte die warme Witterung für einen Rückgang der Absatzmengen im Wärmebereich, der auch bei der Fernwärme zu spüren war. „Witterungsbedingt haben wir während der Heizperiode weniger Fernwärme produziert“, berichtet Arnd Oberscheven, Geschäftsführer der Stadtwerke Lemgo. „Doch in den heißen Sommermonaten war unser naturbelassenes Trinkwasser besonders gefragt. Hier stieg die Abgabemenge um 47.000 Kubikmeter an.“

Lockdown im Eau-Le, weniger Fahrgäste im STADTBUS

Der STADTBUS war und ist auch in Coronazeiten jederzeit für die Lemgoer Bürger*innen da: Es wurden keine Leistungen reduziert – nur, wenn sich die Schüler*innen im Distanzunterricht befanden, fuhren die himmelblauen Busse nach dem Ferienfahrplan. Pandemiebedingt reduzierte sich dennoch die Fahrgastzahl und damit sanken auch die Einnahmen. Wurden 2019 noch mehr als 80.000 Einzeltickets verkauft, so waren es 2020 rund 58.900. Einsparungen und Wirtschaftshilfen aus dem ÖPNV-Rettungsschirm sorgten aber dafür, dass das generelle Defizit im STADTBUS-Bereich nicht weiter gestiegen ist. „Wir bedanken uns bei allen STADTBUS-Fans herzlich für ihre Treue“, so Arnd Oberscheven. „Für ein weiteres Jahr können sie für nur 29 Euro mit der LemGoCard durch ganz Lemgo und in die angeschlossenen Ortsteile fahren – wir halten die Preise stabil.“

Im Eau-Le führten die coronabedingten Teilschließungen des Freizeitbades und Saunalandes zu einem starken Rückgang der Bade- und Saunagäste: Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Anzahl um 146.000 Besucher*innen auf nur noch 82.000 Gäste. Bei den Stadtwerken sanken entsprechend die Aufwendungen für Energie, Veranstaltungen und Personal – dennoch ist das Defizit in diesem Bereich um ca. 325.000 Euro gestiegen, so die Stadwerke in einer Pressemitteilung.

iKWK-Anlagen treiben den Klimaschutz voran

Wie wichtig gerade in Krisenzeiten die Versorgungssicherheit ist – auch das zeigte sich in dem besonderen Jahr 2020. Über 10 Millionen Euro investierten die Stadtwerke in ihre Netze, um das hohe Versorgungsniveau zu halten. Zudem bauten sie vor allem das Fernwärmenetz weiter aus.

Das absolute Highlight für das Stadtwerke-Team war aber die Förderzusage für ein neues iKWK-System, das den Klimaschutz in Lemgo weiter beflügeln wird: „Mithilfe der Fördermittel können die Stadtwerke in diesem Jahr unter anderem in eine Solarthermieanlage und eine Flusswasser-Wärmepumpe investieren – das ist eine tolle Sache“, meint Bürgermeister Markus Baier. Diese beiden Anlagen werden den Anteil erneuerbarer Wärme am Lemgoer Wärmebedarf um 16,3 % steigern – und reduzieren zugleich den CO2-Ausstoß in Lemgo um 1.500 Tonnen pro Jahr.

Mit unserer klimaschonenden Ausrichtung und dem erstklassigen Service können wir selbst in Zeiten der Pandemie ein positives Jahresergebnis erzielen“, berichtet Stadtwerke-Geschäftsführer Arnd Oberscheven. „Mit unseren 187 Mitarbeitenden und 14 Azubis haben wir alles daran gesetzt, um jederzeit auf allen Kanälen für unsere Kund*innen da zu sein. Das ist uns gut gelungen und so können wir hier weiterhin gemeinsam den Klimaschutz mit vielen Maßnahmen vorantreiben. Ob ökologisch erzeugter Strom, erneuerbare Wärme, E-Mobilität oder Energieeinsparberatung: in diesen und weiteren Bereichen ist auf uns Verlass. So werden wir auch zukünftige Herausforderungen meistern.“

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