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In vielen Restaurants leuchten an diesem Wochenende die Fenster rot. Damit wollen Lemgoer Wirte auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen.

Denn die Gastronomie ist hart am Limit. "Vielen von uns sind die Hauptmonate November, Dezember total weggebrochen", schreibt Anja Limberg, Vorsitzende des Wirtevereins Lemgo/Dörentrup/Kalletal, in einer Pressemitteilung. Kein Kläschen, kein Weihnachtsmarkt, nicht mal eine Weihnachtsfeier ist erlaubt. "Natürlich wissen wir um die Wichtigkeit dieser Maßnahmen. Dennoch haben wir, die Gastronomie, alles dafür getan um das Risiko so gering wie möglich zu halten." Hygienekonzepte wurden erstellt, Lüftungsanlagen installiert, viele Gastwirte haben vor de rSchließung noch investiert.

Trotzdem müssen die Betriebe geschlossen bleiben. "ToGo, Abholservice, Lieferdienste, Take away können unsere Einbußen nicht kompensieren." Die Soforthilfe im März, die Überbrückungshilfe in den darauffolgenden Monaten und die November-, Dezemberhilfe seien ein Ansatz unserer Branche zu helfen - aber dafür gab es schon Kritik.

Auch kleinere Betriebe beteiligen sich an der Aktion wie hier das "All Inn".



"Wir hören im Moment von vielen Seiten, wir würden uns jetzt bereichern. Dies stimmt nicht", betont Anja Limberg. Die Novemberhilfe
, die bis zu 75 % des Novemberumsatzes 2019 betragen soll, konnte erst ab dem 25. November beantragt werden. Es folgt eine Abschlagszahlung von bis zu 50%, maximal 10,000 Euro. Die restliche Zahlung erolge nicht vor Januar. Davon müsse außerdem Umsatzsteuer gezahlt werden. Die Fixkosten wie Wásser, Strom, Gewerbesteuer, Pacht und Löhne laufen weiter.

"Nicht falsch verstehen, wir wollen nichts fordern. Wir möchten nur zeigen, dass wir trotz aller Missstände und Widrigkeiten,
weiter kämpfen um für unsere Gäste, aber auch für unsere Mitarbeiter, Lieferanten und den Veranstaltungssektor nach dieser Pandemie wieder voll dazu sein." Die Mitgliedsunternehmen des Wirteverein Lemgo/ Dörentrup/Kalletal greifen deshalb die Idee der „Night of Light“ der Veranstaltungsbranche auf und werden noch bis Sonntag rote Lichter in und an ihren Gebäuden leuchten lassen. "Hiermit möchten wir nochmals auf uns Aufmerksam machen und klar stellen: Es ist 5 Minuten vor 12."

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