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Brücke bauen zwischen der Stadt und dem Campus.

 

„Endlich wieder Leben bei uns im Haus“, so lauteten die ersten Worte von CIIT-Geschäftsführerin Anja Moldehn, als sie die Abendveranstaltung „Ganz Ohr sein – unterwegs“ im Centrum Industrial IT (CIIT) eröffnete. Rund 50 Lemgoer Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zum Lese-Abend, welcher gemeinsam mit der Stadtbücherei Lemgo organisiert wurde. „Wir haben unseren Lese-Abend „Ganz Ohr sein“ schon 49-mal veranstaltet, doch noch nie waren wir damit unterwegs. Wir freuen uns, dass wir nach der Corona-Pause nun direkt mit einer Sonderauflage starten können“, sagt Axel Koch, Leiter der Stadtbücherei.

Drei CIIT-Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft stellten ihre Lieblingsliteratur vor, welche mehr oder weniger von Digitalisierung handelte. Doch bei dem Abend ging es um viel mehr als nur die Buchvorstellungen. Es ging darum, die Lesenden, also die Menschen dahinter, kennenzulernen und eventuelle Vorurteile abzubauen. „Wir möchten heute Abend eine Brücke bauchen zwischen der Stadt und dem Campus. Viele aus der Stadt sprechen von „da oben“, wenn es um den Campus geht und wissen vielleicht auch gar nicht so richtig, was hier, zum Beispiel im CIIT, eigentlich gemacht wird. Dabei werden hier so wichtige Themen rund um die Digitalisierung bearbeitet, die uns alle betreffen, was uns manchmal gar nicht so bewusst ist“, sagt Elisabeth Webel, die durch den Abend führte.

Elisabeth Webel entlockte als Moderatorin den drei Experten Alexander Diedrich vom Fraunhofer IOSB-INA, Professorin Helene Dörksen vom Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der TH OWL und Philipp Lüning von der Firma Weidmüller private Details und Informationen zu ihrer Arbeit und konkreten Projekten im CIIT. Professorin Dörksen arbeitet beispielsweise seit mittlerweile 10 Jahren mit dem vorhandenen CIIT-Netzwerk an der Erkennung von gefälschten Banknoten.

Sie las aus dem Buch „Die Zukunft der Medizin“ von Erwin Böttinger und Jasper zu Putlitz. In dem vorgetragenen Dialog ging es um einen Tag, irgendwann in der Zukunft, an dem ein persönlicher, digitaler Assistent seinen Besitzer auf seine Fitnessziele und Fortschritte aufmerksam macht. Ein Szenario, welches sich in Teilen schon heute so abspielt, stellten die Besucherinnen und Besucher des Abends im Nachgang fest.

Philipp Lüning suchte sich das Buch „Silicon Germany“ von Christoph Keese aus. Er präferiert die Nutzung von E-Books, sodass er mit seinem IPad an das Leser-Pult trat. Inhaltlich ging es um die schonungslose Bestandsaufnahme der deutschen Wirtschaft. Was kann Google, was Volkswagen und Bosch nicht können? Der Autor unterzieht die deutsche Wirtschaft einem Praxistest in Sachen Digitalisierung.

Mit Alexander Diedrich konnten die Besucher dann in eine Science-Fiction Welt abtauchen. In dem Buch Daemon und Darknet von Daniel Suarez, geht es um einen Daemon, der die digitale Welt erobert hat und damit das Internet sowie den ganzen Planeten beherrscht. Die Menschen, die sich ihm unterordnen, erleben die Realität wie ein Computerspiel und werden mit ungeheuren Kräften ausgestattet.

„Ich freue mich, dass wir so viele neue Gesichter heute Abend bei uns zu Gast hatten. Ich glaube wir konnten heute Hemmschwellen abbauen und einen engeren Bezug zwischen Einrichtungen und Menschen der Stadt und dem Campus herstellen“, resümiert Moldehn.

Der Abend endete mit einem lockeren Zusammenkommen im hauseigenen Bistro Ciitrus.

 

Text: Jana Suton, Ciit

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