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Erste Bohrungen am Wall werden durchgeführt.

Die Sanierung des Standortes der ehemaligen chemischen Reinigung an der Neuen Torstraße/Alter Wallkanal in Lemgo geht voran: Am 18.01.2021 begann mit dem Austausch des belasteten Bodens eine entscheidende Phase der Bodensanierung. Durchgeführt werden die Arbeiten im Auftrag des AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (Maßnahmenträger) in enger Abstimmung mit dem Kreis Lippe sowie Straßen und Entwässerung Lemgo.

Wie Thomas Kelbert von der der Firma Arcadis mitteilt, liegt man trotz kurzfristig aufgetretener Probleme bei der Beschaffung von Zubehörteilen und dem Transport des Bohrers voll im Zeitplan. Die Zusammenarbeit mit der Firma Eggers gestalte sich vorbildlich und die gewissenhafte Planung zahle sich nun aus, so Oberbaustellenleiter Thomas Kelbert. Innerhalb von rund 8 Wochen werden auf dem Areal etwa 190 Bohrungen mit einem Durchmesser von 1,5 Metern durchgeführt. Die Tiefe der Bohrungen liegt zwischen 4 und 7 Metern, wobei rund 4.000 Tonnen belasteter Boden ausgebohrt und die so entstandenen Bohrlöcher direkt wieder mit unbelastetem Material verfüllt werden. Zur Emissionsminderung wird die Bodenluft beim Bohrvorgang abgesaugt und über Aktivkohle gereinigt. Die Arbeiten werden laufend gutachterlich begleitet. Für den bei den Bauarbeiten und dem damit verbundenen LKW-Verkehr nicht zu vermeidenden Baulärm bitten AAV, die Stadt Lemgo un der Kreis Lemgo in einer Presemitteilung um Verständnis bei den Anliegern.

Um zu verhindern, dass sich durch die Bodensanierungsarbeiten gelöste Schadstoffe im Grundwasser weiter ausbreiten, wurden zwei Brunnen errichtet, über die eine Wasserhaltung erfolgt. Das bei den Arbeiten anfallende verunreinigte Wasser wird vor Ort gereinigt und anschließend sauber in die Kanalisation abgeleitet.

Bei den angrenzenden Gebäuden erfolgte eine Beweissicherung und während der Bauarbeiten werden Erschütterungsmessungen durchgeführt. Besonders wichtig ist der Schutz von Arbeitern und Anwohnern: deshalb wird die Konzentration der Schadstoffe in der Luft laufend überwacht und kontrolliert. Die in nächster Nachbarschaft der Baustelle wohnenden Haushalte sind mit einem Informationsschreiben über die Maßnahmen informiert worden.

Zur Beantwortung von Fragestellungen aller Art im Zusammenhang mit der Baustelle wurde ein „Baubüro“ eingerichtet, in dem unter Beachtung der bestehenden Hygienevorschriften als Ansprechperson Petra Günther vom Ingenieurbüro IFUA-Projekt-GmbH zur Verfügung steht. Die Öffnungszeiten des Baubüros sind in der Regel:

Dienstag             von 10:00 – 13:00 Uhr und

Mittwoch           von 15:30 – 18:30 Uhr. 

Blick vom Baucontainer auf die Baustelle
Blick vom Baucontainer auf die Baustelle
Vor dem Bohrloch
Vor dem Bohrloch
Bohrer mit Ausleger
Bohrer mit Ausleger
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Oberbaustellenleiter Thomas Kelbert von der Firma ARCADIS
Oberbaustellenleiter Thomas Kelbert von der Firma ARCADIS
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