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Die Inzidenzzahl für den Kreis beträgt inzwischen 83,5 Fälle auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Im Kreis Lippe gibt es insgesamt 1.552 bestätigte Coronafälle, damit sind seit gestern 85 weitere Infektionen bekannt. Aktuell sind 436 Personen in Lippe nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. In Lemgo sind 21 neue Infektionen nachgewiesen worden, damit gelten aktuell 134 Lemgoer als akut infiziert. Insgesamt kommt die Alte Hansestadt auf 277 Coronafälle seit Beginn der Pandemie. In Lemgo sind neben der August-Hermann-Francke-Kita mit mehr als 20 Fällen noch die Kita Holzwurm, eine Unterkunft für Geflüchtete und die Eben Ezer Werkstatt Lieme mit einzelnen Fällen betroffen.

Die Inzidenzzahl für den Kreis Lippe beträgt derzeit 83,5. Damit liegt der Kreis Lippe weiter über dem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Weitere Informationen zu den Schutzmaßnahmen, die nun für den Kreis Lippe gelten, gibt es unter www.kreis-lippe.de/corona.

Angesichts der steigenden Zahlen appelliert Landrat Dr. Axel Lehmann in einer Pressemitteilung an die lippischen Bürger: „Bitte verzichten Sie auf alle Kontakte, die nicht zwingend notwendig sind. Dazu gehören auch private Feiern, die in der eigenen Wohnung stattfinden und nicht durch die Allgemeinverfügung abgedeckt sind.“ Derzeit zeigt sich, dass viele Fälle auf private Feiern zurückzuführen sind. Um die Kontaktnachverfolgung auch weiterhin gewährleisten zu können, hat der Kreis am Wochenende ein Amtshilfegesuch an die Bundeswehr gerichtet.

Das Infektionsgeschehen im Kreis Lippe sei insgesamt diffus. Die Infektionen lassen sich nicht auf einen bestimmten Ausbruch lokalisieren, sondern basieren auf vielen einzelnen Fällen. „Daher ist es nach wie vor sehr wichtig, sich an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu halten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die Kontakte zu reduzieren“, erklärt Lehmann. Auch, wenn die Allgemeinverfügung des Kreises das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum nicht für alle 16 lippischen Städte und Gemeinden regelt, sei die dringende Empfehlung, überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, die Maske aufzusetzen.

 

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