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Die Lipper müssen damit rechnen, dass der Kreis zum Risikogebiet wird. Hotspot der Region bleibt Lemgo.

In der Alten Hansestadt gibt es erneut 11 positive Testergebnisse. Damit sind aktuell 80 Personen in Lemgo mit dem Corona-Virus infiziert. Im ganzen Kreisgebiet sind 33 neue Fälle nachgewiesen worden.

Der Inzidenzwert, der den Anstieg in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner angibt, erreicht damit in Lippe den Wert 49,21. Der Kreis Lippe steht nun an der Schwelle zum Status „Risikogebiet“, was weitere Einschränkungen bedeuten würde. So dürfen bei Erreichen der Marke 50 nur noch höchstens fünf Personen unterschiedlicher Haushalte gemeinsam unterwegs sein, Restaurants und Kneipen dürfen nur noch eingeschränkt öffnen und bei Veranstaltungen sind draußen höchstens 500 und drinnen höchstens 250 Personen zulässig. Private Feiern werden dann auf 25 Personen beschränkt.

Mit der Erklärung zum Risikogebiet fallen Lipper zudem unter das in einigen Bundesländern geltende Beherbergungsverbot. Wer in den nächsten Tagen eine Reise antreten möchte, sollte das berücksichtigen. Würde der Wert für Lemgo allein ermittelt, wäre die Marke übrigens mehr als überschritten: Bei 78 Neuinfektionen in den vergangen sieben Tagen auf rund 43.000 Einwohner läge die Inzidenz bei 181.

Am Langenbrücker Tor wird das Abstrichzentrum aufgebaut. (Foto: Marlen Grote)

In Lemgo werden erste Konsequenzen gezogen. So hat der TBV die Ausgabe von Tickets für das nächste Heimspiel zunächst ausgesetzt. Die Kirchengemeinde St. Nicolai veranstaltet bis zum 6. November keine Gottesdienste in der Kirche. Die angemeldeten Trauungen und eine Taufe finden statt, teilt die Gemeinde mit. Die Kirche bleibt täglich außer montags von 9 bis 18 Uhr zum persönlichen Gebet geöffnet. Besucher der Kirche und des Gemeindebüros sind gebeten, einen Mundnasenschutz zu tragen.

Im Gemeindehaus sind bis einschließlich 6. November alle Veranstaltungen abgesagt. Einzige Ausnahme: Der Soziale Mittagstisch darf weiterhin donnerstags Essen an seine Gäste ausgeben und überlegt ein Konzept, das eine Essensausgabe draußen ermöglicht. Geplante Veranstaltungen werden verschoben oder per ZOOM-Videokonferenz durchgeführt. "Das tut der Kirchenvorstand in großem Respekt vor Gemeinden, die es anders machen und zu anderen Entscheidungen kommen“, schreibt Superintendent Dr. Andreas Lange.

Auf dem Parkplatz Langenbrücker Tor läuft derweil der Aufbau für das Corona-Abstrichzentrum. Hier sollen ab Montag ausschließlich Tests im Rahmen der vom Gesundheitsamt betriebenen Kontaktverfolgung durchgeführt werden.

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