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Am späten Samstagabend ist fast die gesamte Lemgoer Feuerwehr zu einem landwirtschaftlichen Betrieb in Voßheide-Maßbruch ausgerückt. Dann brannte ein zweiter Hof.

Der erste Alarm betraf einen Kuhstall am Maßbrucher Weg. Neben einem Stallgebäude, in dem rund 80 Milchkühe und Kälber untergebracht waren, war gegen 22 Uhr Stroh in Brand geraten. Das Feuer griff auf den Stall über. Als die Feuerwehr eintraf, war der Feuerschein bereits von weitem zu sehen. Der Rauch wurde noch in der Innenstadt bemerkt.

Einsatz in Voßheide: Die Feuerwehr hat den brennenden Stall schnell gelöscht.

Die Feuerwehr begann sofort mit dem Löschangriff, parallel dazu wurden mit Hilfe des Landwirts die Tiere aus dem Stall geholt. Wie die Feuerwehr vor Ort mitteilte, konnten alle Kühe und Kälber ins Freie gebracht werden. Ein Tierarzt untersuchte sie noch am Abend. Laut Polizeibericht musste ein Kalb eingeschläfert werden.

Das Feuer war bereits nach einer halben Stunde unter Kontrolle, danach erfolgten noch Nachlöscharbeiten. Das Stroh musste auseinandergezogen werden, um Glutnester zu bekämpfen. Alle Lemgoer Löschgruppen waren im Einsatz, vor Ort waren 75 Einsatzkräfte und 19 Fahrzeuge.

Das Feuer war von Stroh im Außenbereich auf das Stallgebäude übergegangen. Hier war die Feuerwehr noch einige Zeit mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Für die Löscharbeiten wurde viel Wasser gebraucht. Das wurde zum Teil mit Tanklöschfahrzeugen herangeschafft, zum Teil über einen langen Schlauch aus der Passade gepumpt. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Die Brandursache war am Abend noch unklar.

Noch während der Nachlöscharbeiten in Voßheide brach gegen 0:30 Uhr im Nachbardorf Wiembeck am Funkenbruch ein zweites Feuer aus. Hier brannte eine Scheune, die unter anderem als Pferdestall genutzt wurde. Die Tiere konnten unverletzt gerettet werden. Das Gebäude stand bereits in Vollbrand, als die Feuerwehr kam. Menschen wurden auch hier nicht verletzt.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Scheune in Wiembeck bereits in Vollbrand. Das Gebäude war nicht mehr zu retten.

Die Fachwerkscheune war nicht zu retten. Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, den Brand unter Kontrolle zu bringen und das nahe Wohnhaus und weitere Ställe zu sichern. In der Scheune befand sich ein Dieseltank, es kam zu einer heftigen Verpuffung. Auch dabei kam niemand zu Schaden.

Obwohl es direkt am Hof einen Hydranten gab, musste zusätzliches Wasser in Tanklöschfahrzeugen herbeigeschafft werden. Befüllt wurden diese erneut an der Passade. Die Feuerwehr Lemgo forderte Unterstützung aus umliegenden Städten an.

Auch beim zweiten Brand war die Ursache zunächst unklar, die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. Noch in der Nacht flog ein Polizeihubschrauber die Umgebung der beiden Vorfälle ab. Die Ermittlungen laufen. Wer etwas verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich an die Direktion Kriminalität der Polizei Lippe, Telefonnummer 05231 - 60 90, zu wenden.

Mehr dazu: Auf der Suche nach dem Feuerteufel

Zum Artikel in Leichter Sprache: Zwei Feuer in Lemgo

 

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