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Ver.di klagt erfolgreich gegen die Aktion, die eigentlich Lemgoer Händler unterstützen sollte. Wie es mit den anderen geplanten Temrinen weitergeht bleibt offen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di war erfolgreich mit einer Klage beim zuständigen Oberverwaltungsgericht in Münster. Die Gewerkschaft hat eine einstweilige Verfügung erwirkt, mit der die Sonntagsöffnung untersagt wird.

Wegen der „Corona“-Krise hatte die NRW-Landesregierung das Verkaufsverbot für Sonntage über Ausnahmegenehmigungen lockern wollen, dabei allerdings die Gesetzesgrundlage nicht entsprechend überarbeitet. Somit gibt es bereits mehrere Gerichtsurteile, die weiterhin einen konkreten Anlass, wie zum Beispiel ein Stadtfest, für die Sonntagsöffnung voraussetzen.

Für Lemgo Marketing ist diese Entscheidung und die Klage der Gewerkschaft laut einer Pressemitteilung nicht nachvollziehbar. Das Instrument der verkaufsoffenen Sonntage wäre gerade in der diesjährigen schwierigen, „Corona“-bedingten Situation eine Möglichkeit entgangene Umsätze wieder aufzuholen und letztendlich Arbeitsplätze zu sichern.

Des Weiteren ist nun für die Alte Hansestadt Lemgo völlig offen, ob die weiteren geplanten Termine am 18.Oktober, 6. Dezember und 27. Dezember stattfinden können. Am 18. Oktober wird es definitiv keine Veranstaltung, den üblichen „Bruchmarkt“, geben können, da Stadtfest durch die „Corona“-Schutzverordnung bis mindestens Ende Oktober untersagt sind. Sollte der Beschluss des Bundes auf Landesebene umgesetzt werden, sind Großveranstaltungen sogar bis zum 31. Dezember untersagt.

 

Kommentar

Fehlentscheidung

Von Marlen Grote

Niemand soll unnötig sonntags arbeiten. Aber ist den Angestellten damit geholfen, wenn die Läden pleitegehen?

Wir haben eine Ausnahmesituation. Zusätzliche Umsätze würden manchem gebeutelten Geschäft jetzt helfen. Und niemand wird gezwungen zu öffnen. Ja, die Pandemiesituation, das ist wirklich ein Knackpunkt dabei. Aus Angst vor Ansteckungen mag der eine oder andere die Tür zu lassen. Aber sich wegen des Wochentags so zu zieren passt nicht in diese Zeit.

Wenn wir jetzt bis zum nächsten Volksfest warten müssen, bis die Geschäfte wieder zusätzliche Umsätze außer der Reihe machen dürfen, werden das wohl einige Läden nicht mehr erleben. Eine traurige Fehlentscheidung.

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