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Eigentlich sollte der Abriss der Gebäude am Slavertorwall schon im Mai beginnen. Aber die Ausschreibung der Arbeiten läuft gerade erst.

Es ist ein Mammutprojekt, das die Stadt Lemgo da stemmen muss: im Bereich der chemischen Reinigung und im Verlauf des alten Kanals ist das Erdreich belastet. Um das Areal zu sanieren, sollte der vorsichtige Abbruch der ebenfalls betroffenen Gebäudeteile längst begonnen haben. Jetzt teilt die Stadt Lemgo auf Nachfrage mit, dass gerade erst die Ausschreibung rausgeht.

Grund für die Verzögerung seien vertragliche Regelungen, die getroffen werden mussten. Zudem sei ein Haus verkauft worden, auch da mussten neue Fragen mit neuen Eigentümern geklärt werden. „Auch die Corona-Krise hat in den nötigen Abstimmungen zu Verzögerungen geführt“, erklärt Jürgen Hennigs (Straßen und Entwässerung Lemgo). Als Start der Maßnahme rechne er mit September.

Dabei sind schon Fakten geschaffen worden. Ende Februar wurden auf dem Wall Bäume gefällt, um Platz für die Maschinen und das Material zu machen. Denn die Baustelle wird planmäßig sechs Monate in Anspruch nehmen. Danach wird es noch weitere drei Jahre dauern, bis das Grundwasser wieder sauber ist. Für diesen Teil der Sanierung ist aber kein gigantischer Bohrer nötig.

Der Bohrer soll den belasteten Boden entfernen, der dann gegen neue Erde ausgetauscht und entsorgt wird. Um die angrenzenden Häuser nicht zu gefährden, wird ein spezielles Bohrverfahren eingesetzt. Für die Bauarbeiten wird der Wal in dem Bereich gesperrt.

Wie berichtet, hatten Bodenproben im Umfeld der Reinigung Leicht flüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe nachgewiesen, die unter anderem in Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Bis in die 70er Jahre hatte die chemische Reinigung ihre Abwässer in den alten, damals schon undichten Kanal geleitet. Aus dem porösen Steingut-Rohr sickerten die Schadstoffe in den Boden.

Allein der erste Projektabschnitt, der Rückbau und die Bodensanierung, kostet etwa 3,6 Millionen Euro. Davon übernimmt der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung 80 Prozent, den Rest teilen sich der Kreis Lippe und die Stadt Lemgo.

https://reinigung-neue-torstrasse.de/

https://mein-lemgo.de/politikwirtschaft/433-baeume-fallen-fuer-den-umweltschutz