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Um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu optimieren und damit die Situation sowohl für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) als auch für pflegende Erwerbstätige zu verbessern, wurde im November 2019 das Projekt „work & care“ ins Leben gerufen.

Das von der EU geförderte Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird von einem Kompetenznetzwerk unter Leitung des Zentrums für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG) umgesetzt. Projektpartner sind neben dem ZIG das Zukunftsbüro des Kreises Lippe, das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die Fachhochschule Bielefeld, das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule sowie das Netzwerk Plan G. Das Ziel von work & care ist es, ein innovatives Unterstützungsmodell für klein- und mittelständische Unternehmen und pflegende Erwerbstätige in Ostwestfalen zu entwickeln.

„Die systematische Verbindung sozialer und technischer Innovationen unterstützt die KMU dabei, die durch die demografischen Herausforderungen bedingte Zunahme pflegender Erwerbstätigen besser zu bewältigen. Dabei bringen wir Methoden der künstlichen Intelligenz und Datenanalyse mit Gesundheitswissenschaften zusammen“, so Professorin Helene Dörksen vom inIT-Vorstand in einer Pressemitteilung.

Mehrfachbelastungen durch Beruf und Pflege werden reduziert, Fehlzeiten gesenkt und ein Ausscheiden aus dem Beruf vermieden. Erwerbsfähigkeit und Fachkräftewissen sollen somit dem Betrieb erhalten bleiben. Work & care verbindet im ganzheitlichen Ansatz Arbeitswelt und Lebenswelt durch betriebliche, überbetriebliche sowie nachbarschaftlich-ehrenamtliche und technische-digitale Lösungen. Ein öffentliches Portal soll Pflege-, Haushalts- und weitere Dienstleister mit den KMU und ihren pflegenden Erwerbstätigen miteinander vernetzen. Ferner soll eine mobile Dorfhelfer-Anwendung ehrenamtliches Engagement unterstützen und zur Entlastung der pflegenden Erwerbstätigen beitragen. Dadurch werden die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege verbessert sowie die Fachkräftesicherung und Wettbewerbsfähigkeit der KMU in der ländlichen Region OWL gestärkt.

Bereits zum Projektstart unterstützten 31 Partner das Vorhaben, darunter neun kleine und mittelständische Unternehmen, sieben Kreise bzw. deren Wirtschaftsförderungen, zwei Industrie- und Handelskammern, eine Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen in Ostwestfalen, ein Großunternehmen, ein Versorgungnetzwerk, ein Kompetenznetzwerk und ein Kreisinnovationszentrum. Außerdem bringen zwei Betriebskrankenkassen der Region, die BKK Arbeitsgemeinschaft OWL und die Arbeitsagentur Bielefeld ihre Kompetenzen für nachhaltige Versorgungs- und Beratungsleistungen in die Projektarbeit ein.