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"Ambulante Pflege ausbauen, Runden Tisch für Lemgo schaffen": Bürgermeisterkandidatin Kleine Vennekate im Gespräch mit der Freien Altenhilfe.

Bürgermeisterkandidatin Katharina Kleine Vennekate traf sich mit der Geschäftsführerin der Freien Altenhilfe in Lemgo, Birgit Kittner, zum fachlichen Austausch. Zunächst erkundigte sich Kleine Vennekate nach der Situation in der ambulanten Altenhilfe zu Zeiten des Corona Shutdowns. Birgit Kittner berichtete über die großen Herausforderungen wie zum Beispiel fehlende Schutzkleidung und Materialbeschaffung, um die Sicherheit der Patientinnen und Patienten und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten.

„Rückblickend können wir froh und stolz über das Ergebnis sein. Niemand wurde bisher infiziert. Und alle Patientinnen und Patienten konnten gut versorgt werden. Wir haben viel Unterstützung erhalten. So wurden durch einen Spendenaufruf Masken und Sachspenden von Angehörigen und Firmen gespendet“, sagte Kittner laut einer Pressemitteilung. Kleine Vennekate und Kittner sind sich einig, dass die Corona-Krise die Schwächen im Bereich des Gesundheitssystems und der Pflege zu Tage gebracht hat. Die Attraktivität des Pflegeberufs müsse eine Aufwertung durch zum Beispiel günstigere Arbeitsbedingungen und eine bessere Entlohnung erfahren. Das sei eng an eine angemessene Refinanzierung der Kostenträger gebunden.

Der Mangel an Pflegekräften, die beruflichen Belastungen in der Pflege durch Fachkräftemangel und die schlechte Bezahlung wurden als kritische Punkte benannt. Kleine Vennekate ordnet die Verantwortung der Bundespolitik zu, die den Rahmen setzt. „Die Grünen fordern schon lange eine bessere Bezahlung, eine Erhöhung der Personalbemessungsgrenze und eine tarifgebundene Bezahlung.“ Ebenso fordert Kleine Vennekate, dass Materialien, Schutzkleidung und Krisenmanagementpläne zukünftig vor Ort vorgehalten werden und regelmäßige Tests zur Verfügung gestellt werden. Das gehöre zur Grundversorgung und schütze die besonders schutzbedürftigen Menschen.

Für Lemgo gelte es zudem die ambulante Versorgung von Älteren und Pflegebedürftigen vor Ort in den Quartieren weiterzuentwickeln. Kleine Vennekate lobte die wichtige Arbeit der Freien Altenhilfe – hier werde selbstbestimmtes Leben in Lemgo ermöglicht. Ein großes Problem sei zukünftig auch die hausärztliche Versorgung. Der Weggang von Dr. Schaaf habe unter anderem die große Lücke deutlich gemacht. „Ich will mich als Bürgermeisterin in Lemgo für die Sicherstellung einer hausärztlichen Versorgung und guten Pflege einsetzen. Dafür brauchen wir einen Runden Tisch zum Thema Gesundheit und Pflege“, so Kleine Vennekate.