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Im Rahmen ihrer Wirtschaftsgespräche besuchte Bürgermeisterkandidatin Katharina Kleine Vennekate jetzt die Stadtwerke Lemgo.

Zusammen mit Geschäftsführer Arnd Oberscheven und mit dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden Dr. Burkhard Pohl, diskutierte Kleine Vennekate über aktuelle Vorhaben für Klimaschutz und die Energieversorgung sowie den Erhalt des Gemeinwohls in Lemgo. Oberscheven berichtete über das Großvorhaben einer Freiflächen-Solarthermie-Anlage bei der Kläranlage Lemgo. Ebenso wie die deutschlandweit einzigartige Abwasser-Wärmepumpe soll dieses Projekt helfen, Lemgos Wärmeerzeugung weiter CO2-emissionsfreier zu machen. Auf diesem Wege tragen die Stadtwerke entscheidend zum Erreichen der Lemgoer Klimaschutzziele bei.

Doch bis zur Klimaneutralität in Lemgo seien noch viele weitere Schritte nötig, heißt es in einer Pressemitteilung. Kleine Vennekate betonte den nötigen Umstieg auf erneuerbare Energien in allen Sektoren. Im Gespräch zeigte sich, wie wichtig der politische Rückhalt ist, wenn ein Unternehmen wie die Stadtwerke solche Vorhaben umsetzen soll – Stichwort: Windkraft und Elektrobusse. Bezüglich der Sonnenenergie bestätigte sich, dass im Industriegebiet Lieme noch viele Potenziale für Dachanlagen bestehen.

Bei der Elektromobilität sieht Oberscheven gute Entwicklungschancen in Lemgo. Sicherlich werde bei einer künftigen Busausschreibung kein Dieselbus mehr ausgeschrieben werden und auch für den Ausbau der Ladesäulen in Lemgo haben die Stadtwerke einiges vor, gerade in Zusammenarbeit mit Gewerbe und Industrie. Weniger Chancen räumt der Stadtwerke-Geschäftsführer einer lokalen Wasserstoffnutzung ein. Äußerst wichtig sei auch die Umstellung der immer noch tausenden alten Ölheizungen auf andere Treibstoffe. Mit 64 Kilometer Leitungen bei 85 Prozent Wirkungsgrad verfüge die Stadt Lemgo mit der Fernwärme über ein hochwertiges Produkt umweltfreundlicher Wärmeversorgung. Leider würde durch die Bundesregierung auch diese vergleichsweise klimaschonende Versorgung mit hohen CO2-Auflagen belegt, sodass die Lemgoer Fernwärme unter Druck gerate. Kleine Vennekate wies hier auf die Notwendigkeit hin, schneller auf erneuerbare Energien bei der Fernwärme umzusteigen.

Ein weiteres Thema war der Stadtbus. Burkhard Pohl wünschte aus grüner Sicht mehr politischen Mut für die Ausweitung in den Abend hinein oder am Wochenende. Kreis und Stadt sollten hier zusammenarbeiten und zusammen mit den Nutzerinnen und Nutzern des Busses Wege suchen. Zugleich warb er dafür, das Anrufsammeltaxi offensiver bekannt zu machen.

Kleine Vennekate zog abschließend ein positives Fazit: „Die Stadtwerke sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens und der Wirtschaft in Lemgo. Sie sorgen für das Gemeinwohl und schaffen ein starkes Stück Identität. Klar ist aber auch, wenn wir mit den Stadtwerken für Klimaschutz im Verkehr und bei Strom und Wärme sorgen wollen, dann muss die Politik und die Verwaltung von der Spitze dahinterstehen. Ich stehe dafür ein, mutig erneuerbare Energien zu fördern und hier in Lemgo selbst Lösungen zu finden, Stichworte: Sonne, Wind und Wärmeversorgung auf den Dörfern.“