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Klavier, Querflöte und Gesang waren am Mittwochabend am Wall zu hören. Damit wollten die Musiklehrer den Bewohnern des Hansehauses gegenüber eine Freude machen.

„Die Gedanken sind frei“ stimmten zwei Sängerinnen im Fenster an, viele Zuhörer stimmten mit ein. Das Publikum dieses kleinen spontanen Auftritts hatte sich an den Fenstern und auf dem Balkon des Hansehauses eingefunden. Auch einige Spaziergänger blieben stehen und lauschten.

Eingefunden hatte sich such Annette Paschke-Lehmann, Leiterin des Geschäftsbereichs Kultur der Stadt Lemgo. Ganz spontan seien diese kleinen Konzerte nicht, erklärt sie, schließlich müsste das Hansehaus vorab Bescheid wissen, damit alle rechtzeitig am Fenster sind. Aber einen festen Zeitpunkt gebe es ebenso wenig wie öffentliche Ankündigungen, da man zu große Zuhörer-Gruppen auf dem Wall vermeiden müsse.

Möglichst wenig Publikum – das ist eine der vielen Absurditäten dieser Zeit. Aber für die Senioren sind das besondere Momente. Diesmal waren zwei Lieder dabei, die sich die Zuhörer gewünscht hatten. Es war bereits das dritte Konzert. „Das finden sie ganz klasse“, gibt Annette Pascke-Lehmann das Feedback der Zuhörer wieder.

Es war auch eine besondere Atmosphäre am Ententeich am Slavertorwall. Das abendliche Konzert der Vögel begleitete die Töne, und selbst die Enten schienen zuzuhören. Die Aktion unter dem Titel „Musik für’s Quartier“ wird bestimmt wiederholt – ein kleiner Trost, als der kurze Musikgenuss mit „Der Mond ist aufgegangen“ und Applaus endete.