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Die „GospelSouls“ proben für ihr großes Konzert. Erste Eindrücke sind vielversprechend. Wegen Corona verschiebt der Chor seinen Auftritt in den September.

Im Gemeindehaus von St. Johann ist die Stimmung gut. Rund 50 Sängerinnen und Sänger wippen, klatschen und lächeln zu „Bless the Lord oh my Soul“, einem Gospelsong, der gute Laune macht. Dieses und viele weitere Stücke wollen sie beim Konzert aufführen.

Aber noch wird geübt. Chorleiter Peter Stolle ist mit dem Klatschen noch nicht zufrieden, es sind noch nicht alle exakt genug im Takt. Beim Auftritt müssen diese Details sitzen, also wird erstmal „trocken“ geklatscht. Danach geht es mit neuem Schwung los.

Der Umgangston in den Proben ist locker, aber Peter Stolle legt Wert darauf, dass alles passt. Trotzdem – oder gerade deswegen – wirken die Solo-Einlagen einzelner Sänger bei „I believe in Jesus“ spontan und fröhlich, bis sich schließlich der ganze Chor in stimmgewaltigen Uni-Sono-Passagen vereint.

„Lasst es strahlen“: Mit dieser Aufforderung dirigiert der Chorleiter seine Gruppe durch das nächste Stück, „Days of Elijah“. Das ist Gospel pur – mehr Party als Gottesdienst, begeistertes Lobpreisen. Der Funke springt über, Stillsitzen ist schwer. Eine wirklich frohe Botschaft.

Aber die "GospelSouls" können mehr. Auch die getragenen Spirituals gehören zum Repertoire, und so zeigen die Sängerinnen und Sänger mit „Deep River“, dass sie auch die ruhigeren Töne beherrschen. Es entfaltet sich ein sanfter und doch starker A capella-Klang.

Im Konzert werden sie bei den meisten Stücken von einer Band unterstützt, Bass, Schlagzeug, Gitarre und Keyboard begleiten sie. Deswegen werden die Sänger dann auch, anders als in der Probe, mit Chormikrofonen verstärkt: „Ein bisschen druckvoller darf es dann sein“, sagt Peter Stolle. Das funktioniere mit der Akustik in St. Johann auch gut.

Ein Programmheft werde es nicht geben, das Publikum soll sich überraschen lassen. „Wir haben etwas Traditionelles, etwas zum Mitsingen – aber auch modernen Gospel“, kündigt der Chorleiter an. Denn Gospel gehe mit dem Zeitgeist und entwickle sich ständig weiter. Daher gibt es auch poppige Stücke im Repertoire. Das gilt auch für die „Soulteens“, ein Ensemble von derzeit fünf jungen Stimmen, die ebenfalls einen Auftritt im Konzert haben werden.

Das Konzert wurde auf Freitag, 25. September, verschoben. Die Karten behalten ihre Gültigkeit.