Offcanvas Info

Assign modules on offcanvas module position to make them visible in the sidebar.

A A A

Im Obergeschoss des Eichenmüllerhauses zeigt Sonja Kuprat ihre Bilder. Große Formate, aber auch kleine Gemälde zeigen Wolken und Licht.

„Auf dunklem, scheinbar schwarzem Grund“ ist der Titel der Ausstellung, die am Sonntag eröffnet wird. Die Bilder von Sonja Kuprat spielen tatsächlich mit Licht und Schatten, mit Natur, die ihre Konkretheit verliert, und mit dem Bodenlosen.

Denn der Blick auf die Bilder, die tatsächlich auf dunklem Grund gemalt sind, führt nach oben. Wolken erscheinen und lösen sich zugleich auf, ein anderes Bild zeigt eine planetenartige Form, so plastisch, dass man eine Skulptur zu sehen glaubt.

Aber nicht nur Hell und Dunkel sind Kontraste, mit denen die Malerin spielt. Auch das Format ist extrem: Ein Bild ist so groß, dass sie die Leinwand abspannen und das Bild auseinanderbauen musste, damit es die Treppe hinauf ging. Andere sind so klein, dass sie auf Holzplatten montiert wurden, damit sie stabil hängen und nicht pendeln.

Sonja Kuprat beginnt ihre Bilder ganz intuitiv, lässt auch schonmal Farbe von einer Leiter aus auf das am Boden liegende Bild laufen. Irgendwann ergeben sich Formen und Themen, die sie dann herausarbeitet – „dann werde ich auch pingelig“, sagt sie über die letzte Phase der Arbeit, wenn es um den letzten Schliff geht. Natur ist ihr Thema, die in den Bildern immer etwas unklar bleibt, aber nie wirklich abstrakt wird.

Feuer und Planeten: Sonja Kuprats Bilder spielen mit Licht und Schatten.

Die ersten zwei Wochen wird die Ausstellung parallel zu den „Landschaften“ von José Noguero im Untergeschoss zu sehen sein, die auch in großem Format und mit starker Tiefenwirkung beeindrucken – aber doch ganz anders wirken. „Die beiden Ausstellungen korrespondieren ideal“, beschreibt José Kastler vom Kunstverein Lemgo seinen ersten Eindruck beim Aufbau.

Nach der Umbauphase, in der das Eichenmüllerhaus geschlossen bleibt, zeigt Anna Pascó Boltà unter dem Titel „Making up my life“ ihre Kunst zwischen Popkultur und Wissenschaft – und gibt den Himmelsbildern im Obergeschoss damit eine ganz neue Nachbarschaft. „Dieser Wechsel schärft für die einzelnen Ausstellungen den Blick“, stellt Jens Hoffmann vom Lemgoer Kunstverein in Aussicht.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 23. Februar, um 11.30 Uhr im Eichenmüllerhaus, Braker Mitte 39, eröffnet. Danach ist sie bis zum 8. März und dann noch einmal vom 22. März bis 26. April donnerstags bis sonntags von 10 bis 13 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr im Obergeschoss des Hauses zu sehen, wie immer kostenlos.