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Eine Aktion der Stadtwerke soll für Kultur begeistern. Mit Gewinnspiel.

Für Kultur ist eine Pandemie eine schwere Zeit, auch für Museen. Zwar dürfen sie wieder öffnen, aber die Besucher halten sich zurück. Dabei sei der Besuch – mit Maske und Abstand – absolut sicher, betonen die Lemgoer Museumsleiter. Damit die Bürger deren Angebote kennenlernen, gibt es im November eine besondere Aktion der Stadtwerke.

Ab dem 31. Oktober bis 28. November gilt jeweils an den Samstagen: freie Fahrt und freier Eintritt. Das Hexenbürgermeisterhaus, die Gedenkstätte Frenkelhaus, das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, das Junkerhaus und die Städtische Galerie Eichenmüllerhaus sind dabei. Alles kostenlos.

Wer mitmachen möchte, braucht nur den aktuellen Flyer zur Aktion „5 auf einen Streich“, der im Treffpunkt, bei den Stadtwerken, im Eau-Le, in der Bürgerberatung und bei Lemgo Marketing ausliegt. Der Flyer gilt als Busfahrkarte. In den Museen bekommen die Gäste gegen Vorlage des Flyers einen Quizbogen, mit dem sie an einem Gewinnspiel teilnehmen können – und der ist auch die Gratis-Eintrittskarte für alle fünf Museen.

Der Stadtbus hält nahe der Museen

Flyer und Quizbogen sind an allen Samstagen gültig, man muss also nicht alle fünf Häuser an einem Tag besuchen. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müssen aber mindestens drei Museen besucht werden. Damit das gelingt, haben die Häuser ihre Öffnungszeiten während der Aktion angepasst, so dass am Samstagnachmittag niemand vor verschlossenen Türen steht.

Die Idee sei buchstäblich naheliegend gewesen, sagt Renate Dalbke von den Stadtwerken: „Günstigerweise liegen alle Museen so, dass man sie von den Stadtbushaltestellen gut erreicht.“ Die Aktion soll ein Anlass sein, mal wieder die heimischen Museen zu besuchen – das mache man oft gar nicht.

Zu sehen ist im Hexenbürgermeisterhaus die Dauerausstellung und Exponate zur Geschichte der Lemgoer Feuerwehr. Im Eichenmüllerhaus sind unter dem Titel "[INSTANT] LANDSCAPE" Werke von Jan Philip Scheibe und Swaantje Güntzel zu sehen, die sich kritisch und bildgewaltig mit dem Thema „Mensch und Umwelt“ auseinandersetzen.

Antike Bauwerke und ein Lemgoer Unikat

Im Schloss Brake ist nicht nur die Dauerausstellung zur Weserrenaissance zu sehen, sondern es gibt auch einen exklusiven Abstecher in die Antike mit Korkmodellen berühmter Gebäude. Im Frenkelhaus geht es um die Geschichte der Familie von Karla Raveh, die in diesem Haus lebte. Und das Junkerhaus ist das einmalige, geheimnisvolle Gesamtkunstwerk des Lemgoers Karl Junker.

Und wenn jetzt der große Ansturm kommt? Bisher sind Busse und Museen eher leer. Im Junkerhaus könne es durchaus zu Wartezeiten kommen, bestätigt Fabian Schröder, Leiter der städtischen Museen; die Flure in den historischen Fachwerkhaus seien so schmal, dass immer nur eine Gruppe gleichzeitig hinein darf. Auch das Frenkelhaus ist nur für kleine Gruppen zugelassen.

Im Eichenmüllerhaus können sich die Besucher auf zwei Ebenen umsehen, und auch das Hexenbürgermeisterhaus kann einige Besucher vertragen. Im Schloss Brake dürfen sogar 200 Gäste gleichzeitig die Räume, Türme und Gänge erkunden, berichtet Dr. Vera Lüpkes, Leiterin des Weserrenaissance-Museums.

600 Flyer sind gedruckt und warten darauf, abgeholt und eingelöst zu werden. Bei Bedarf gibt es Nachschub.

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