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Vom 10. Bis 31. Oktober werden Werke von mehr als 20 Künstlern aus ganz Deutschland gezeigt – kostenlos und mitten in der Innenstadt.

Das „Lemgoer Kunst-Fenster-Festival“, kurz „Le-Kuff“, ist eine Idee von Britta und Lars Stricker. Der Gedanke: Da sich viele Menschen nicht so recht in Galerien und Kunsthäuser trauen, muss die Kunst dahin, wo die Leute sind. Am besten mitten in die Stadt. Ein Gedanke, der dem Lemgoer Paar – selbst unter dem Firmennamen „TimeCatcher“ im Marketing- und Fotografie-Bereich tätig – schon länger durch die Köpfe ging.

Die Umsetzung kam jetzt aber ganz spontan. Da war der Hunger nach Kultur in der Pandemie. Und dann der passende Anlass: Der Tag der offenen Ateliers. Vorlaufzeit für die Planungen: Gut vier Wochen. Reicht für die beiden, die sich mit Enthusiasmus in die Aufgabe gestürzt haben – ehrenamtlich, wie sie betonen. Eintritt wird nicht erhoben.

Kunstgenuss ohne Hygieneauflagen

Wer jetzt ein paar Bilder zwischen den Auslagen in den Schaufenstern erwartet, irrt sich. „Das wird keine Fensterkunst, sondern Kunstfenster“, betont Britta Stricker. In den Fenstern werde nur die Kunst zu sehen sein, Werke zwischen Waren zu platzieren komme auch für die Künstler nicht in Frage. Der Vorteil: Die Kunst kann betrachtet werden, ohne dass man Gebäude betreten muss. Hygieneauflagen sind nicht nötig. Veranstalter sind die „Fenster-Besitzer“ jeweils selbst.

Beteiligt sind nicht nur Geschäfte, sondern auch Privathäuser, verteilt in der ganzen Innenstadt zwischen den Wällen. Es werde sich also lohnen, durch die Gassen und Seitenstraßen zu schlendern und die Augen offen zu halten. Info-Tafeln und zum Teil auch QR-Codes informieren über die Künstler und ihre Werke. Und sogar einen Kunst-Eisbecher soll es geben, stellt Rosario vom Eiscafé Venezia in Aussicht.

26 Künstler aus ganz Deutschland sind dabei. „Die Ausstellung ist kuratiert worden“, sagt Lars Stricker, eine Jury wählte aus, wer dabei sein darf. Das sichere ein gehobenes Niveau und mache die Aktion für viele Teilnehmer überhaupt erst interessant. Jetzt haben sich auch Lemgoer Stadtführerinnen und Stadtführer speziell darauf vorbereitet, an den Sonntagen wird es jeweils um 15 Uhr offene Führungen ab Ostertor geben. Weitere Führungen können bei Lemgo Marketing gebucht werden, auch Schulen haben schon Rundgänge reserviert.

Eröffnung mit Straßenmusik

Am Eröffnungstag wird der zukünftige Lemgoer Bürgermeister Markus Baier um 11 Uhr eine kurze Rede am Ostertor halten, dann lädt Stadtführerin Christiane Thiel zu einem ersten Rundgang ein. Eine Entdeckungsreise durch die Stadt, begleitet von Straßenmusikern – unter anderem hat sich der Lemgoer Singer und Songwriter David Lübke für den 10. Oktober angekündigt. Straßenmusik statt Konzert, eine Möglichkeit für Kulturgenuss in Corona-Zeiten. Da Künstler sehr unter den Einschränkungen leiden, bitten die Veranstalter um Spenden in die „Hüte“.

Gezeigt wird ganz unterschiedliche Kunst, vom Gemälde bis zum Cartoon, sogar Poesie sei vertreten, erzählen die Organisatoren. Unterstützt werden sie von Lemgo Marketing und der Stadt Lemgo. Am 10. Oktober wird außerdem ein Portrait-Shooting für Besucher vom Lemgoer Fotografen „Pixelpitt“ angeboten. Zu der offenen Vernissage können Besucher auch mit den „Galeristen“, die ihre Fenster zur Verfügung stellen, ins Gespräch kommen.

Da es auch hier und da Getränke gibt und man sich vielleicht doch etwas näher kommt, werden Besucher gebeten, an diesem Tag ein Glas und eine Maske mitzubringen. Und wenn die Aktion gut angenommen wird, muss das nicht das einzige „Le-Kuff“ gewesen sein, stellen die Organisatoren in Aussicht.

Weitere Informationen: https://le-kuff.de/

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